Ledo Besuch aus Japan
Ledo Besuch aus Japan
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Ledo hatte Besuch aus Japan! Das japanische Unternehmen UR Community setzt auf Mehrgenerationenwohnen in Rahmen des Programms zur Förderung des Zusammenlebens von Familienmitgliedern, denn die Konzept von Mehrgenerationenwohnen bietet viele Vorteile.
In diesem Programm können Haushalte mit ältere Menschen oder kinderreiche Familien und unterstützende Familienhaushalte in die gleichen oder nahe gelegenen Siedlungen ziehen..

Ledo hatte Besuch aus Japan! Das japanische Unternehmen UR Community ist für die Revitalisierung von Wohnsiedlungen und die Entwicklung lebendiger Nachbarschaften zuständig.
UR Community ist Teil der Urban Renaissance Agency (kurz UR), die auf Deutsch meist als „Organisation für Stadterneuerung“ bezeichnet wird.
UR wurde 1955 als Japan Housing Corporation gegründet, um die Wohnungsnot infolge der Urbanisierung nach dem Krieg zu lindern. 2004 wurde es mit anderen Regierungsorganisationen zusammengelegt und privatisiert.
UR hat über 3.000 Mitarbeiter. Der Hauptsitz befindet sich in Yokohama, es gibt Niederlassungen in Thailand, Indonesien und Australien.
Der Aufgabenbereich umfasst den öffentlichen Wohnungsbau, großflächige Stadterneuerung sowie den Wiederaufbau und die Modernisierung älterer Wohnsiedlungen aus den Nachkriegsjahrzehnten (zum Beispiel aus den 1940er- bis 1970er-Jahren).

UR hat Großprojekte im Bereich der qualitativ hochwertigen Stadtentwicklung und des Wohnungsbaus geleitet und entwickelt in der Stadt innovative Ansätze für den sozialen Wohnungsbau, die Stadtplanung und technologische Innovationen.
In einem Projekt wird beispielsweise autonomer Busverkehr getestet; in naher Zukunft sollen auch große Busse autonom fahren.

Ein Schwerpunkt der UR Community ist die Modernisierung und Anpassung von bestehendem Wohnraum auf kleiner Fläche an heutige Bedürfnisse.
Neben dem Wiederaufbau und der Renovierung von Wohnraum, der in den 1950er- und 1960er-Jahren gebaut wurde, setzt sich die UR-Community auch für die Schaffung von Wohnumgebungen ein, die auf die niedrige Geburtenrate und die alternde Gesellschaft zugeschnitten sind. Das Ziel ist die Entwicklung von Gemeinschaften, in denen Menschen jeden Alters, von Kindern bis zu Senioren, ein gutes Leben führen können, sowie die Integration sozialer und kultureller Einrichtungen in Quartiere, in denen die Bevölkerung altern wird.

UR ist auch ein großer Vermieter mit circa 800.000 verwalteten Mietwohnungen in Japan.
Es gibt mehrere Förderprogramme, die auf verschiedene Gruppen von UR-Mieter*innen zugeschnitten sind. Junge Familien, die Nachwuchs erwarten oder mehrere Kinder haben, bekommen Unterstützung, um eine größere Wohnung zu finden. Auch Familien unterschiedlicher Altersgruppen und Generationen können mithilfe eines Förderprogramms Wohnungen in derselben Siedlung beziehen.
Ältere oder behinderte UR-Mieter:innen werden beim Umzug in eine Erdgeschosswohnung oder ein Mietshaus mit Aufzug unterstützt. Ältere Menschen können außerdem Anpassungen in ihren Wohnungen vornehmen, sodass diese barrierefrei werden.
Ein weiteres Beispiel ist das Programm „Healthy Life Support Housing”, das renovierte Wohnungen bietet, um den verschiedenen Bedürfnissen älterer Menschen und Personen mit Einschränkungen gerecht zu werden, damit sie sicher in ihrem Zuhause leben können.

Ledo Besuch aus Japan

Ledo hat der Delegation von UR Community bei einer Führung gezeigt, wie die räumliche Gestaltung den Austausch und das Zusammenleben der Generationen fördern kann.

Heute sieht sich Japan mit vielen Herausforderungen konfrontiert: sinkende Geburtenraten, eine alternde Gesellschaft, der Bedarf, bestehende Siedlungen, Stadtteile und Gemeinschaften zu beleben, sowie die wachsende Vielfalt der Lebensstile. Die UR Community fragt sich immer wieder: Welche neuen Möglichkeiten gibt es, schöne Grünflächen in Siedlungen einzurichten? Wie kann gemeinsames Mehrgenerationenwohnen den Alltag noch stärker unterstützen?
Was kann man tun, damit Menschen aller Hintergründe, ethnischen Zugehörigkeit, Altersgruppen und Lebensstile zufrieden und glücklich zusammenleben können? Wie können gemeinsam mit den lokalen Gruppen, Initiativen und Gemeinschaften haltbare und umweltfreundliche Nachbarschaften aufgebaut werden?

Ledo hat der Delegation von UR Community bei einer Führung gezeigt, wie die räumliche Gestaltung den Austausch und das Zusammenleben der Generationen fördern kann. Dazu gehören beispielsweise Gemeinschaftsräume und Wege, auf denen Menschen sich ganz selbstverständlich begegnen. So kann soziale Isolation vermieden werden.
Das Mehrgenerationenprojekt Ledo ist ein sehr gutes Beispiel aus der Praxis. Seit 2009 leben und wohnen dort über 90 Menschen selbstorganisiert, eigenverantwortlich und selbstbestimmt gemeinsam unter einem Dach – inklusiv und lebendig.

Ledo hat viele der Ansätze des japanischen Stadtplaners umgesetzt, zum Beispiel Wege, auf denen sich Menschen in einem ganzen Stadtviertel ganz selbstverständlich begegnen können.
Ledo engagiert sich beispielsweise im Niehler Nachbarschaftsgarten in Niehl. Ziel ist es, Jung und Alt bei der Gartenarbeit zusammenzubringen und die Verbundenheit mit dem Stadtteil Köln-Niehl zu stärken.
Auf dem Ledo-Grundstück befindet sich außerdem ein Naschgarten, in dem wir gemeinsam Obst und Gemüse anbauen und später naschen können.

Ledo Besuch aus Japan
Der zentrale Gemeinschaftsraum ist wie ein Wohnzimmer für alle. Hier wird gemeinsam gekocht und gegessen, Kindergeburtstage und gemeinsame Weihnachtsfeiern finden auch hier statt.

Der Gemeinschaftsraum von Ledo ist zum Treffpunkt geworden: Es finden kleine Konzerte für Musikliebhaber jeden Alters und Lesungen statt, und der Fotoclub trifft sich dort. Im Gemeinschaftsraum wird gemeinsam gekocht und gegessen, hier finden Kindergeburtstage und gemeinsame Weihnachtsfeiern statt. Der Innenhof kann als eine Art „räumliche Gestaltung, die das Zusammenleben der Generationen fördert“ definiert werden.
Im begrünten Innenhof gibt es verschiedene Freisitze, an denen man einfach zusammen sitzen, quatschen und grillen kann, eine Boulebahn und einen Kinderspielplatz mit Sandkasten und Spielzeug sowie genügend Platz für Qi Gong unter freiem Himmel.
Die Delegation der UR Community ist im Rahmen einer Studienreise in Deutschland. Sie kehren mit vielen Eindrücken vom gemeinsamen Leben im Ledo-Mehrgenerationenprojekt nach Japan zurück. Außerdem haben sie ein paar gute und konkrete Tipps parat bekommen, wie man es auch in Japan besser machen kann.

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Klicken Sie auf das Bild unten, um zur englischsprachigen Homepage der Urban Renaissance Agency zu gelangen.

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