WARUM LEDO?

Einige Menschen haben sich mit Ausdauer ihrer Idee von Wohnen gewidmet. So wurde 2003 auf dem Venusberg bei Bonn im Jugendgästehaus ein Verein für ein eigenes Wohnprojekt gegründet. Man nannte sich „Lebensbogen“ … ein aufsteigender grüner Bogen wurde als Logo gewählt. Es wurden viele Wohnprojekte in Köln und Umgebung besucht. Nicht alles selber neu erfinden und herausfinden, was geht: das war das Motto. Wohnen als soziales Ziel: raus aus der Einsamkeit und Isolation, in Würde alt werden, das wollen viele, doch nur wenigen gelingt es. Ein langer Atem war gefragt.

Einige junge MS-Betroffene wollten nicht nur über die Erkrankung reden, sondern handeln. Die „Zusammen Wohnen-Idee“ war geboren und infizierte Alle. 2002 wurde mit der Beratung der Selbsthilfe-Kontaktstelle (KISS) ein Verein gegründet, gemeinnützig mit dem Ziel: Errichtung eines Hauses für MS-Betroffene. Ein Name für den Verein wurde gefunden: Kölner Dom und MS – daraus wurde „doMS e.V.“. Natürlich mit dem Kölner Dom im Logo.

Aus zwei entsteht ein Neues

Das europäische Jahr der Menschen mit Behinderung 2003 veränderte Köln nachhaltig und öffnete Türen. 2003: „doMS e.V.“ traf auf „Lebensbogen“. Ein kleiner quirliger Verein trifft auf eine Sprecherin der Kölner Selbsthilfe, Vorsitzende von Lebensbogen. Beide bringen zusammen das Thema bezahlbares, barrierefreies Wohnen für alle in die Stadtgesellschaft.

Nun wurde zusammen geplant und geworben für die Wohnidee. Das Projekt nahm Tempo auf: raus mit allen Mitgliedern auf den Rhein zum Kennenlernen (gemeinsame Schifffahrt mit der KD). Keine Wunschpartner – doch es funktioniert.

Die Vereine kratzten all ihr Vereinsgeld zusammen und die erste gemeinsame Klausur fand mit einer verbindungsstiftenden Malaktion im edlen Tagungshaus der Malteser Kommende in Ehreshoven statt. Das wirkte. Einfach: die Anfangs-Buchstaben der beiden Selbsthilfegruppen zusammenfügen und Ledo ist geboren. Das gemeinsame neue Logo umschließt alle in einem Haus und gibt Ausblick auf die Zukunft.

Ledo Stammbaum